09.08.25
Abstellgenehmigung bei DPD & Co.: Wer trägt das Risiko?
Viele Kunden nutzen die Möglichkeit, beim Paketdienst eine Abstellgenehmigung zu hinterlegen – also die Erlaubnis, Pakete zum Beispiel vor der Haustür, in der Garage oder beim Nachbarn abzulegen, auch wenn niemand zu Hause ist. Das ist praktisch, aber es gibt einen wichtigen Punkt: Mit einer Abstellgenehmigung übernehmen Sie selbst das Risiko für Verlust oder Diebstahl der Sendung.
Sobald eine Sendung gemäß Ihrer Abstellgenehmigung am vereinbarten Ort abgelegt wurde, gilt sie in der Regel als zugestellt.
Was ist eine Abstellgenehmigung?
Eine Abstellgenehmigung, auch Ablagevereinbarung genannt, ist eine Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Paketdienst. Sie erlaubt dem Zusteller, das Paket an einem bestimmten Ort abzulegen, ohne dass Sie es persönlich entgegennehmen.
Wer haftet, wenn das Paket verschwindet?
Normalerweise trägt der Verkäufer das Transportrisiko bis zur Zustellung. Wenn Sie jedoch eine Abstellgenehmigung erteilen, endet die Haftung des Händlers in dem Moment, in dem das Paket am vereinbarten Ablageort abgelegt wurde. Wird das Paket danach gestohlen oder ist es nicht mehr auffindbar, liegt das Risiko in der Regel bei Ihnen als Empfänger.
- Ohne Abstellgenehmigung haftet der Händler bis zur Zustellung.
- Mit Abstellgenehmigung gilt das Paket als zugestellt, sobald es abgelegt wurde.
- Ein späterer Verlust ist in der Regel nicht durch den Händler abgedeckt.
Beispiel aus der Praxis
Sie bestellen Mate-Tee bei Latinando.de und erlauben DPD, das Paket vor Ihrer Haustür abzulegen. Der Zusteller legt es dort wie vereinbart ab. Später ist das Paket verschwunden. In diesem Fall gilt die Sendung als zugestellt – das Risiko liegt bei Ihnen.
Bei empfindlichen, gekühlten oder höherwertigen Produkten empfehlen wir möglichst keine Abstellgenehmigung zu nutzen, sondern eine persönliche Entgegennahme oder einen sicheren Abholort zu wählen.
Tipps für eine sichere Zustellung
- Prüfen Sie, ob eine dauerhafte Abstellgenehmigung wirklich notwendig ist.
- Nutzen Sie Alternativen wie Paketshops, Packstationen oder UPS Access Points.
- Bei wertvollen oder verderblichen Sendungen ist die persönliche Entgegennahme meist die sicherste Lösung.
Fazit
Eine Abstellgenehmigung ist bequem, kann im Verlustfall jedoch problematisch sein. Mit der Erteilung erklären Sie sich damit einverstanden, dass das Risiko nach der Ablage auf Sie übergeht.
Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar.