Kaum ein Gericht repräsentiert die Vielfalt Lateinamerikas so gut wie Tamales. Ob in Mexiko, Kolumbien, Guatemala, Peru oder Venezuela – Tamales gehören zu den ältesten und beliebtesten Speisen des Kontinents. In diesem umfassenden Guide erfährst du alles über ihre Herkunft, ihre Zutaten und ihre Bedeutung in verschiedenen Ländern. Außerdem beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Tamales, geben dir ein traditionelles Rezept und zeigen dir, welche Produkte du direkt bei Latinando bekommst, um sie selbst zu Hause zuzubereiten.
Was sind Tamales?
Tamales sind gefüllte Maisteig-Gerichte, die in Mais- oder Bananenblätter eingewickelt und gedämpft werden. Das Wort „Tamal“ kommt aus der indigenen Náhuatl-Sprache und bedeutet so viel wie „eingewickelte Speise“. Bereits die Maya und Azteken bereiteten Tamales zu – ein Gericht mit über 3.000 Jahren Geschichte.
Der Grundaufbau ist immer ähnlich: Ein Teig aus speziellem Maismehl (Masa), eine Füllung (z. B. Fleisch, Gemüse, Bohnen oder Süßes) und eine Hülle aus Blättern, die dem Ganzen Aroma und Struktur geben. Bei Latinando findest du die perfekten Zutaten dafür: Harina para Tamal – Maismehl für Tamales und Hojas de Choclo – Maisblätter.
Was ist in Tamales drin?
Traditionelle Tamales bestehen aus:
- Masa-Teig aus speziellem Maismehl
- Füllung: häufig Hähnchen, Schwein, Rind, Gemüse oder Käse
- Gewürzen und Saucen: Salsa Roja, Salsa Verde oder regionale Marinaden
- Blättern: Maisblätter oder Bananenblätter zum Wickeln
Wann isst man Tamales?
Tamales werden das ganze Jahr über gegessen, aber besonders häufig zu Festtagen:
- Weihnachten
- Neujahr
- Día de la Candelaria (Mexiko)
- Geburtstage, Familienfeste und Sonntagsessen
Sie sind ein traditionelles Festessen, das Gemeinschaft schafft und oft in großen Mengen zubereitet wird.
Was bedeutet „Tamales“ auf Deutsch?
Eine direkte Übersetzung gibt es nicht. Am ehesten beschreibt man Tamales als Maisteigtaschen oder gedämpfte Maisrollen. Der Begriff selbst wird aber meistens einfach als „Tamales“ übernommen.
Sind Tamales Knödel?
Nein, Tamales sind keine Knödel. Zwar werden sie gedämpft und bestehen aus Teig, aber Maisteig unterscheidet sich grundlegend von Kartoffel- oder Brotteig. Außerdem werden Tamales in Blätter gewickelt, was bei Knödeln nicht vorkommt.
Wie schmecken Tamales?
Tamales haben einen milden, leicht süßlichen Maisgeschmack und je nach Füllung herzhaft, würzig oder sogar süß. Die Konsistenz ist weich, aber trotzdem kompakt. Die Aromen der Blätter verleihen ihnen zusätzlich eine erdige Note.
Welches Mehl für Tamales?
Für Tamales verwendet man spezielles Masa-Mehl aus nixtamalisiertem Mais. Normales Maismehl funktioniert nicht. Bei Latinando findest du authentisches Mehl für die perfekte Konsistenz: Harina para Tamal – 500g.
Wie isst man Tamales?
Die Blätter werden nicht gegessen. Man öffnet den Tamal, legt die Hülle zur Seite und genießt die Füllung und den Maisteig mit Salsa, Limette oder Beilagen wie Bohnen.
Warum sind Tamales so beliebt?
Tamales stehen für Tradition, Familie und Genuss. Sie:
- werden seit Jahrtausenden zubereitet
- sind vielseitig (herzhaft, süß, vegetarisch)
- können leicht transportiert und aufbewahrt werden
- sind ein Symbol kultureller Identität
Sind Tamales gesund?
Tamales können gesund sein – abhängig von der Füllung. Varianten mit Gemüse, Hähnchen und leichteren Saucen sind nährstoffreich, glutenfrei und gut verträglich. Sehr schwere oder fettige Tamales sind eher kalorienreicher. Die Basis aus nixtamalisiertem Mais liefert jedoch wichtige Mineralstoffe.
Woher kommen Tamales?
Tamales stammen ursprünglich aus Mesoamerika: den Regionen der heutigen Länder Mexiko, Guatemala und Teilen Mittelamerikas. Von dort aus verbreiteten sie sich nach Südamerika und entwickelten je nach Land eigene Traditionen und Varianten.
Unterschied: Tamales Mexicanos vs. Tamales Colombianos
Mexikanische Tamales
Mexikanische Tamales sind unglaublich vielfältig. Typisch sind:
- Wickelung in Maisblätter
- Reichhaltige Füllungen wie Mole, Salsa Roja, Salsa Verde
- Varianten wie süße Tamales mit Rosinen, Erdbeeren oder Dulce
Mexiko hat über 500 bekannte Tamal-Varianten – je nach Region und Tradition.
Kolumbianische Tamales
Kolumbianische Tamales unterscheiden sich vor allem durch:
- Wickelung in Bananenblättern
- Herzhafte Füllungen mit Fleisch, Erbsen, Karotten und Reis
- Großes Format – oft 2–3-mal so groß wie ein mexikanischer Tamal
Ein klassischer Tamal Colombiano ist ein komplettes Gericht und wird traditionell sonntags gegessen.
Unterschied zwischen Hallacas und Tamales
Hallacas sind ein venezolanisches Festtagsgericht, ähnlich den Tamales, aber mit wichtigen Unterschieden:
- Teig: Hallacas werden mit mit Achiote gefärbtem Maisteig zubereitet.
- Füllung: Die Füllung ist eine aufwendige Fleisch-Gemüse-Sauce.
- Form: Flach und rechteckig statt rundlich.
- Anlass: Vor allem an Weihnachten.
Beide Gerichte teilen die gleiche Wurzel, unterscheiden sich aber in Geschmack, Zubereitung und Bedeutung.
Rezept für traditionelle Tamales Mexicanos
Zutaten für ca. 12 Tamales
- 500 g Harina para Tamal
- 100 g geschmolzenes Schmalz oder Pflanzenfett
- 500 ml Brühe
- 1 TL Salz
- 12–14 Maisblätter (in warmem Wasser eingeweicht)
- Füllung nach Wahl: Hähnchen in Salsa Verde oder Chili-Bohnensalsa
Zubereitung
- Maisblätter vorbereiten: Mindestens 30 Minuten einweichen.
- Masa-Teig herstellen: Mehl, Salz, Fett und Brühe zu einem weichen Teig verrühren.
- Blatt bestreichen: Ein Maisblatt flach auslegen und 2–3 EL Masa darauf verteilen.
- Füllung dazugeben: Fleisch oder Gemüse auf die Masa legen.
- Wickeln: Die Seiten nach innen klappen und den unteren Teil nach oben falten.
- Dämpfen: In einem großen Topf 60–90 Minuten dämpfen.
Fertig sind deine authentischen Tamales!
Fazit
Tamales sind mehr als nur ein Gericht – sie sind Kultur, Geschichte und Geschmack in einem. Sie bringen Menschen zusammen, erzählen Geschichten vergangener Generationen und bieten endlose Varianten zum Genießen. Mit unseren Produkten kannst du Tamales ganz einfach selbst zubereiten und ein Stück Lateinamerika zu dir nach Hause holen.
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